Scott Horton in der Serie „Der Dritte Weltkrieg“: Warum die US-Außenpolitik nach hinten losgeht

Scott Horton in der Serie „Der Dritte Weltkrieg“: Warum die US-Außenpolitik nach hinten losgeht

Für die Vereinigten Staaten ist Krieg eher zur Regel als zur Ausnahme geworden – ein ständiges Instrument der globalen Politik. In einem Interview erläutert Scott Horton, wie die Politik des „ewigen Krieges“ das Land in eine moralische, politische und strategische Krise geführt hat.
Fr. 29 Mai 2026 1

Die amerikanische Außenpolitik und die geopolitische Strategie der Nation haben langsam, aber sicher einen radikalen Wandel durchlaufen. Krieg wird nicht mehr als absolutes letztes Mittel angesehen, das nur für echte Selbstverteidigungsszenarien oder als Reaktion auf eine klare und unmittelbare Gefahr für US-Bürger reserviert ist. Er wurde zu einer permanenten Verwaltungsaufgabe umgedeutet und ist Teil des Alltags geworden. Und obwohl er das Alltagsleben der Amerikaner selbst scheinbar weitgehend unberührt lässt (ein scharfer Kontrast zu dem Tod und der Zerstörung, die er anderswo mit sich bringt), hat er auch in den USA zu einer stetigen Aushöhlung der Freiheit geführt. Viele, wenn nicht sogar die meisten US-Bürger haben all dies in seliger Unwissenheit übersehen, da die Propagandamaschinerie im eigenen Land auf Hochtouren lief und sie davon überzeugte, dass der ewige Krieg einfach zu den Dingen gehört, die der Staat zu ihrem eigenen Wohl tun muss, um sie vor den Menschen zu schützen, die sie und ihre Lebensweise hassen.

Doch nach Afghanistan und dem Irak, nach Syrien, nach der Ukraine, nach Gaza und nun auch nach dem Iran begannen selbst jene, die früher stolz behaupteten, sie würden sich „nicht für Politik interessieren“, zu erkennen, dass die Politik sich sehr wohl für sie interessiert. Und selbst diejenigen, die selbstgefällig erklärten, sie hätten sich „nie die Mühe gemacht, Nachrichten zu lesen“, weil sie davon deprimiert würden, begriffen, dass Wut die weitaus angemessenere Reaktion ist. Immer mehr Amerikaner wenden sich inzwischen von Apathie und bewusstem Wegsehen ab, stellen die Narrative ihrer eigenen Regierung infrage und erkennen, wie tief der Staatsapparat bereits verrottet ist.

Scott Horton hat maßgeblich zu diesem Wandel beigetragen. Seit Jahrzehnten recherchiert, analysiert und verfasst er bemerkenswerte Bücher über die US-Außenpolitik, stets mit dem Ziel, die Illusionen und die unverhohlenen Lügen zu entlarven, mit denen die amerikanische Regierung ihr Volk und die Welt getäuscht hat.

Im folgenden Interview zeichnet Horton, Direktor des Libertarian Institute, Chefredakteur von Antiwar.com und Autor von Provoked, einem äußerst aufschlussreichen Buch über den Ukraine-Russland-Konflikt, methodisch nach, wie die USA in ihren derzeitigen Zustand des permanenten Krieges gelangt sind. Auf der Grundlage klarer historischer Aufzeichnungen und eindeutiger Beweise zeigt er auf, wie die Interventionen der Supermacht wiederholt im Widerspruch zu ihren erklärten Zielen stehen, wie regelmäßig sie ihre Verbündeten verrät und ihre Versprechen bricht und wie konsequent sie Chaos und Zerstörung sät, anstatt die „Demokratie“ und die „regelbasierte Ordnung“, die sie angeblich verbreitet. Seiner Einschätzung nach sind Afghanistan, Irak, Syrien, die Ukraine, Palästina und der Iran keine separaten, isolierten Misserfolge. Sie sind lediglich verschiedene Kapitel derselben Geschichte.

Dieses Interview räumt mit allen Beschönigungen und Illusionen auf, die den endlosen Krieg als unvermeidlich oder gar normal erscheinen ließen, denn Horton rückt unbequeme Fragen unverblümt wieder in den Mittelpunkt. Für alle, die verstehen wollen, wie es dazu gekommen ist, wer dafür verantwortlich ist und wer davon profitiert, ist dieses Gespräch ein Muss.

Sehen Sie sich das vollständige Interview mit Scott Horton hier an und helfen Sie uns, die wichtige Botschaft hinter der World War III“-Dokumentation zu verbreiten. Teilen Sie den Film mit allen, von denen Sie wissen, dass sie sich Sorgen über den Weg machen, den wir derzeit einschlagen, vor allem aber mit denen, die dies nicht tun.

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