Patrik Baab befragt Peter Hänseler
Der Iran-Konflikt und die daraus resultierende Verschiebung der globalen Tektonik markieren eine Zäsur in der modernen Zeitgeschichte. Während die westliche Berichterstattung oft an der Oberfläche bleibt, legt der Jurist und Analyst Peter Hänseler die tieferliegenden Ursachen einer Politik offen, die jeglichen Kontakt zur Realität verloren zu haben scheint. Es ist das Bild eines Westens, der sich in seiner eigenen moralischen Überlegenheit verfängt, während die tatsächliche Macht in den Osten abwandert. Im Gespräch mit Patrik Baab analysiert Peter Hänseler, warum wir es nicht nur mit einer regionalen Krise zu tun haben, sondern mit dem kollektiven Versagen einer politischen Klasse. Es geht um den „Wahnsinn an der Macht“, der bereit ist, die Stabilität ganzer Kontinente für ideologische Narrative zu opfern. Im Gespräch geht es um: – Geopolitische Realitätsverweigerung: Warum westliche Sanktionen den Iran und Russland nicht geschwächt, sondern in eine neue, unumkehrbare Allianz getrieben haben. – Wahnsinn an der Macht: Weshalb die europäische Führung sehenden Auges in die ökonomische und strategische Bedeutungslosigkeit steuert. – Das Ende der US-Hegemonie: Wie der Nahe Osten zum Katalysator für eine multipolare Weltordnung wird, in der der Dollar als Waffe stumpf geworden ist. – Mediale Gleichschaltung: Warum kritische Analysen zur Geopolitik aus dem öffentlichen Diskurs verschwinden und durch reine Narrative ersetzt werden. – Der „Forever War“: Warum die Eskalationslogik im Nahen Osten und in der Ukraine demselben gefährlichen Drehbuch folgt. „Wir erleben derzeit das Ende einer Ära, in der der Westen die Regeln für den Rest der Welt diktieren konnte – und das Erwachen wird schmerzhaft sein.“ Wer heute die ökonomischen und juristischen Fakten der Machtpolitik benennt, gilt oft als Dissident. Peter Hänseler zeigt auf, wie die Verschiebung der Weltordnung funktioniert und warum der Blick nach Osten für Europa überlebenswichtig ist.
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