Col. Lawrence Wilkerson in der Serie "World War III": Der Zerfall des amerikanischen Imperiums
Das folgende Interview bietet einen faszinierenden Rückblick auf die vergangenen Konflikte, in die die USA verwickelt waren, aber auch einen sehr beunruhigenden Ausblick auf die Zukunft, insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklungen im Iran-Konflikt. Oberst Lawrence Wilkersons militärische und diplomatische Laufbahn bildet eine einzigartig solide Grundlage für seine Einschätzung der aktuellen geopolitischen Lage der USA. Nach 31 Dienstjahren in der US-Armee und anschließend als Stabschef von Außenminister Colin Powell von 2002 bis 2005 beruhen seine Erkenntnisse über den institutionellen Verfall auf Erfahrungen aus erster Hand.
Wilkerson bezeichnet die Zeit nach 1945 als den Höhepunkt der amerikanischen Hegemonie und stellt fest, dass das Wegfallen der Kräftegleichgewichte des Kalten Krieges, die den Machtappetit der USA in Schach hielten, zu einer Phase unkontrollierter Expansion führte, in der das Land „als Imperium außer Kontrolle geriet“. Nun, wie alle Imperien es zwangsläufig tun, befindet sich die Supermacht in ihrem endgültigen Niedergang. Die aktuellen strategischen Versuche, diesen Niedergang durch nukleare Abschreckung zu steuern, betrachtet er als „Selbstmordmission“. Mit anderen Worten: Die Idee der gegenseitig gesicherten Zerstörung ist kein Abschreckungsmittel mehr, sondern ein zunehmend wahrscheinliches Ergebnis.
Bezüglich des Ukraine-Krieges erkennt Wilkerson ihn klar als einen kalkulierten Stellvertreterkrieg, der von den USA orchestriert wurde, mit dem primären Ziel, „Russland auszubluten“ und die Verschiebung der globalen Macht nach Osten zu blockieren. Er argumentiert, dass diese Strategie kontraproduktiv gewesen sei, da sie unbeabsichtigt ein strategisches und wirtschaftliches Bündnis zwischen Russland, China und Indien gefestigt habe – eine Entwicklung, die den Westen vom wachsenden Einfluss des Globalen Südens isoliere. Dabei betont er, dass „drei Viertel der Welt gegen uns sind“ und dass der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung etwas sei, auf das der Westen nur unzureichend vorbereitet ist.
Er sagte zudem mit bemerkenswerter Präzision den US-israelischen Krieg gegen Iran voraus. In seiner Einschätzung war dieser Konflikt stets unvermeidlich, da Israels Bemühungen, die USA in eine Auseinandersetzung mit Iran hineinzuziehen, seit Langem deutlich gewesen seien. Wilkerson erwartete, dass der Konflikt letztlich über die anfänglichen Annahmen der politischen Entscheidungsträger hinaus eskalieren würde. Er sah voraus, dass die USA zwar wahrscheinlich mit einer Luftkampagne beginnen würden – was tatsächlich geschah –, diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen würden, um einen entscheidenden Sieg zu erringen, was sich ebenfalls bestätigte: „Wenn wir in einen Krieg mit Iran hineingezogen werden, werden wir mit Luftangriffen beginnen. Aber das wird nicht genug sein. Wir werden Bodentruppen einsetzen müssen. Und sobald man Bodentruppen in ein Land der Größe Irans mit seiner Geografie und seiner Bevölkerung von fast 90 Millionen Menschen entsendet, befindet man sich in einem Krieg, den man nicht gewinnen kann.“
Er äußerte außerdem seine Prognose darüber, was danach folgen werde: „Ich beginne zu glauben, dass Israel innerhalb der nächsten ein bis anderthalb Jahre nicht mehr als irgendeine Art von Staat bestehen wird, weil es gemeinsam mit seinem großen Beschützer, den Vereinigten Staaten — oder besser gesagt dem amerikanischen Imperium — auf dem Schlachtfeld deutlich besiegt werden wird. Denn wir werden in den Iran gehen, und das wird unser Syrakus sein. Das wird unser Ende sein.“
Sehen Sie sich das vollständige Interview mit Oberst Lawrence Wilkerson an und helfen Sie uns, die wichtige Botschaft hinter der „World War III“-Dokumentation zu verbreiten. Teilen Sie den Film mit allen, von denen Sie wissen, dass sie sich Sorgen über den Weg machen, den wir derzeit einschlagen, vor allem aber mit denen, die dies nicht tun.
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