Pascal Kohler – der Herold von Kaja Kallas
Wenn ein Oberstleutnant einen Obersten verleumdet, weil er wohl glaubt, dass letzterer sich nicht wehren kann – Pascal Kohler links – Jacques Baud - rechts

Pascal Kohler – der Herold von Kaja Kallas

In einem Artikel der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift verleumdet der Schweizer Offizier Pascal Kohler Jacques Baud auf Übelste. Wir beweisen, dass er lügt, und zeigen auf, dass eine Strafanzeige der einzige Weg ist, um diesen Kleinkriminellen in die Schranken zu weisen. Wird er von der Schweizer Armeeführung gedeckt oder handelt er als Einzeltäter?
Do. 08 Jan 2026 37

Artikel Kohlers in der Allgemeinen Schweizerischen Militär Zeitschrift (ASMZ)

Am 30. Dezember 2025 publizierte die ASMZ einen Artikel Kohlers mit dem Titel «Kognitive Zermürbung: Die Logik hinter dem Fall Baud». Dieser Artikel ist eine üble verleumderische Attacke auf den objektivsten Militäranalysten der westlichen Hemisphäre, Jacques Baud.

Bereits im Lead des Artikels qualifiziert Kohler die Sanktionierung nicht «als Schlag gegen die Meinungsfreiheit eines Einzelnen». Es sei «vielmehr ein präziser Eingriff in die Logistik der modernen hybriden Kriegsführung», wobei er geflissentlich weglässt, was denn seiner Meinung nach «hybride» Kriegsführung bedeute. Damit insinuiert Kohler, dass die EU Krieg führt – nota bene gegen einen Schweizer Offizierskollegen – und dies die Ausschaltung der Meinungsfreiheit rechtfertige. Kohler unterstützt nicht nur die Sanktionierung Bauds durch die EU, sondern sichert der EU in diesem Kampf die Unterstützung der schweizerischen Armee zu. Dass die Führung der Schweizer Armee hinter dieser Strategie steht, ist anzunehmen, ansonsten hätte ein Subalterner auf der Webseite der ASMZ nicht einen solchen hetzerischen Beitrag verfasst. Eine Bestätigung dazu konnte ich jedoch nicht finden.

Sorgfältig arbeitet Kohler nicht, vielmehr scheint er seine spezifischen Vorwürfe an Baud nicht einmal selber formuliert, sondern lediglich von Wikipedia abgeschrieben zu haben, selbstverständlich ohne Quellenangabe. Ein Plagiat aus einer Quelle, die jeder ernstzunehmende Geopolitiker nicht anfassen würde.

Auf der Webseite der ASMZ beschreibt er seine Tätigkeit wie folgt:

„Aktuell ist er Chef Internationale Kooperation & Ausbildung im Kommando Operationen für die Koordination und Umsetzung der internationalen Trainings und Engagements verantwortlich.“
Pascal Kohler, ASZM

Was immer dieser Wortwulst bedeuten mag, Kohler ist Ausbildungschef und als Chef Ausbildung müsse er ein Vorbild sein. Ein Vorbild kupfert keine Informationen bei Wikipedia ohne Quellenangabe ab und verkauft sie als eigene. Dazu kommt, dass Kohler absichtlich die wirklichen Quellen komplett vernachlässigt; jene Quellen, welche die Aussagen von Baud enthalten – die Bücher von Jacques Baud selbst.

Die Arbeit von Jacques Baud

Jacques Bauds wirkliche Aussagen zu vielen Themen der Geopolitik ergeben sich erschöpfend aus seinen Büchern, welche reine Analysen sind und wo sich Baud ausschliesslich auf westliche und auch ukrainische Quellen stützt. Mit keinem Wort, in keiner seiner Publikationen hat Baud je Partei für irgendeine Seite der analysierten Konflikte ergriffen. Erschöpfend sind die Aussagen von Jacques Baud in seinen Büchern, da er keine Social-Media-Kanäle betreibt. Wir vergleichen die von Kohler gemachten Aussagen somit mit den Aussagen, welche Jacques Baud tatsächlich gemacht hat.

Vorbemerkungen zu den Verleumdungen

Ich habe die gesamten Passagen zu allen Themen, welche von Kohler in seinem Pamphlet aufgebracht wurden, in Jacques Bauds Büchern genau nachgelesen. Die Analysen Bauds sind sehr genau, ausführlich und sauber mit Fussnoten und Quellen versehen, so wie es sich für eine wissenschaftliche Arbeit gehört.

Um den vorliegenden Beitrag bezüglich Länge für die Leser ertragbar zu machen, werde ich die Verleumdung Kohlers bezüglich Butscha ausführlich analysieren, indem ich längere Textpassagen aus Bauds Büchern zitiere.

Bei den anderen Themen – Skripal, Nawalny, etc. - beschränke ich mich darauf, kurze Texte von Baud zu zitieren, was jedoch nicht heisst, dass Bau nicht bezüglich aller Themen ausführliche Analysen mit Quellenangaben verfasst hat.

Butscha - 2022

Bezüglich Butscha schreibt Kohler folgendes:

„Bei Butscha deutet er das dokumentierte Massaker als britisch geplant und ukrainisch ausgeführt um – eine These, die deutschen Geheimdienstaufnahmen von russischen Soldatengesprächen über Tötungen sowie Satellitenbildern von Leichen während der russischen Besatzung widersprechen.“
Kohler, December 30, 2025

Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Operation Z» in 7.3.2. was folgt:

„[…] Was genau ist dort passiert? Niemand weiß es. Aber einige Zivilisten wurden hingerichtet, andere scheinen Kollateralopfer der Kämpfe geworden zu sein. Was die Verantwortung angeht, so beschuldigt die Ukraine die russische Armee, während Russland behauptet, es handele sich um eine Fälschung."

Den zeitlichen Ablauf der Ereignisse beschreibt Baud wie folgt:

Datum

Ereignis/Sachverhalt

29. März

Das russische Kommando beschließt, die Truppen westlich von Kiew in Richtung Donbass abzuziehen, um Phase 2 der Operation zu starten.

30. März

Die Russen ziehen ab.

31. März

Anatoliy Fedoruk, Bürgermeister von Butscha, verkündet auf Telegram[i] mit Genugtuung den Abzug der Russen. Er erwähnt weder Leichen noch Massaker:

„Der 31. März wird in der Geschichte unserer Gemeinde Butscha als Tag der Befreiung in Erinnerung bleiben. Die Befreiung durch unsere ukrainischen Streitkräfte von den russischen „Orks”, den russischen Besatzern. Deshalb erkläre ich heute diesen Tag zu einem Tag der Freude. Ein freudiger Tag, und ein großer Sieg für die Region Kiew! Und wir werden sicherlich darauf warten, dass es einen großen Sieg in der ganzen Ukraine gibt.“[ii]

31. März

1.April

Das ukrainische Medienunternehmen Unian bestätigt den Abzug der russischen Streitkräfte und berichtet über die Äußerungen des Bürgermeisters von Butscha, ohne die Leichen oder Massaker in der Stadt zu erwähnen[iii] .

Die ukrainischen Streitkräfte durchkämmen das Gebiet auf der Suche nach Saboteuren und russischen Kollaborateuren (ein ukrainisches Video zeigt ukrainische Paramilitärs, die darum bitten, auf diejenigen schießen zu dürfen, die keine blauen Armbinden tragen).

1.April

Ein Video zeigt Leichen auf der Straße, die dort seit drei Wochen nicht liegen, deren Position jedoch der auf den Satellitenbildern vom 11. März ähnelt. Einige tragen weiße Armbinden, andere haben mit einem weißen Tuch gefesselte Handgelenke, andere haben russische Hilfspakete bei sich, andere wurden in einem Keller hingerichtet.

2. April

Der ukrainische Blogger Dimitry Komarov durchstreift die Stadt und zeigt die Schäden nach dem Abzug der russischen Truppen. Er erwähnt weder Leichen noch Massaker[iv] . Am selben Tag berichtet die ukrainische Nachrichtenseite Unian, dass Spezialeinheiten „die Stadt von Saboteuren und Kollaborateuren der russischen Truppen befreit” hätten[v] .

Die Einheit SAFARI der ukrainischen Polizei rückt in die Stadt ein, um Minenräumungs- und Entminungsarbeiten durchzuführen, für den Fall, dass die Russen die Stadt vermint haben sollten. Das von der Einheit gedrehte Video[vi] zeigt kein Massaker, aber der Zugriff darauf über YouTube ist eingeschränkt.

3. April

Die Ukraine beschuldigt russische Streitkräfte, ein Massaker auf den Straßen von Butscha begangen zu haben.

Berichte über ein Massengrab beziehen sich in Wirklichkeit auf die Exhumierung einer zuvor registrierten Grabstätte auf dem Friedhof der Kirche am 13. März.

Am 4. April veröffentlicht die New York Times ein Satellitenfoto der Szene vom 11. März 2022, also fast drei Wochen vor der „Entdeckung” der Leichen[i] (dessen Datum später – ohne Grund – auf den 19. März geändert wird). Zwei Tatsachen sind überraschend: dass die Russen die Leichen angeblich drei Wochen lang auf der Straße haben liegen lassen, obwohl sie andere Opfer in diesem Zeitraum in der Gegend sorgfältig begraben hatten, und dass die Leichen während dieser ganzen Zeit genau in derselben Position geblieben seien.

Außerdem ist bekannt, dass das Bild der New York Times von der Firma Maxar bereitgestellt wurde, die für die US-Regierung arbeitet. Man weiß auch, welche Satelliten Maxar verwendet, man kennt ihre Flugbahn, ihre Position zu einem bestimmten Zeitpunkt und ihre Überflugzeiten. Anhand dieser Informationen und durch Messung der Schatten kann man also genau bestimmen, an welchem Tag das Foto aufgenommen wurde. Eine Gruppe unabhängiger russischer Analysten konnte so feststellen, dass das Foto am 1. April um 11:57 Uhr GMT (14:57 Uhr Ortszeit) aufgenommen wurde[ii] . Dies wird durch die Spuren eines heftigen Gewitters bestätigt, das in der Nacht vom 31. März auf den 1. April über der Stadt niederging. Seltsamerweise liefert Maxar keine Bilder aus diesem Gebiet für den 21. und 23. März, obwohl diese im Katalog aufgeführt sind.

Darüber hinaus geben weitere Fakten Anlass zur Vorsicht:

• Am 4. April gibt das Pentagon bekannt, dass es nicht in der Lage ist, die Verantwortung Russlands in der Angelegenheit von Butscha zu bestätigen[iii] .

• Der ukrainische sozialistische Abgeordnete Ilya Kiva[iv] enthüllt auf Telegram, dass die Tragödie von Butscha von den britischen Geheimdiensten des MI6 geplant und vom SBU[v] durchgeführt wurde.

• Im Juni 2022 untersucht der italienische Fernsehsender TG24 die Tötungen und Verbrechen gegen Zivilisten, die angeblich mit den russischen Streitkräften kollaboriert haben sollen, und stellt fest, dass dies in Butscha der Fall gewesen sein soll[vi] .

• Andere Bilder von Maxar aus demselben Gebiet, die zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen wurden, „wiegen“ 100 MB, während das Bild des „Massakers“ kaum 50 MB umfasst, was darauf hindeutet, dass es manipuliert wurde, um eine Manipulation zu verschleiern.

All dies beweist an sich nichts, zeigt aber, dass das, was uns als unbestreitbar präsentiert wird, alles andere als klar ist.

Wie Ignazio Cassis, Schweizer Aussenminister, erklärt:

"Es handelt sich nicht um Kriegsverbrechen, solange kein Gericht dies festgestellt hat."
Ingazio Cassis, 7. April 2022

Verleumdung 1 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt

Mit keinem Wort hat Baud behauptet, dass Butscha vom britischen Geheimdienst geplant worden sei. Er hat klar ausgesagt, dass niemand wisse, was dort vorgefallen sei.

In seinen Ausführungen zitiert Baud lediglich einen Eintrag auf X des ukrainischen Abgeordeten Ilya Kiva, der am 6. Dezember 2023 in Moskau ermordet wurde. Die BBC erörterte am 6. Dezember 2023, dass Kyva vom Ukrainischen Geheimdienst SBU ermordet worden sei.

Wider besseren Wissens verkauft Kohler die Aussage des ermordeten Kiva als Aussage von Baud.

Baud ging vielmehr einig mit Bundesrat Ignazio Cassis, der am 7. April 2022 am Schweizer Fernsehen feststellte:

"Es handelt sich nicht um Kriegsverbrechen, solange kein Gericht dies festgestellt hat."
Ingazio Cassis, 7. April 2022

Skripal – 2018

Bezüglich Skripal schreibt Kohler folgendes:

„Im Fall des Angriffs auf Skripal im Jahr 2018 interpretiert er das nachgewiesene Nervengift als etwas anderes.“
Kohler, December 30, 2025

Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Fake News» in Ziffer 8.6.5. was folgt:

Wir beschränken uns hier auf zwei Zitate aus dem Buch von Baud, die gesamte Analyse findet sich im Buch.

„Darüber hinaus wurde im ersten Bericht, der nach der Einlieferung der Opfer im Krankenhaus erstellt wurde, von einer Fentanylvergiftung berichtet, wie Radio Free Europe/Radio Liberty im September 2018 mitteilte, ohne „Nowitschok“ zu erwähnen[i] . Auch das Salisbury Journal vom 5. März erwähnt eine mögliche Fentanylvergiftung[ii]

„Das Schweigen der britischen und westlichen Behörden zu dieser Frage lässt vermuten, dass die Analyse die Schuld Russlands nicht bestätigen konnte. Aber faktisch wissen wir nichts darüber.

Verleumdung 2 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt

Baud interpretiert gar nichts; er analysiert die offiziellen Ergebnisse und Stellungnahmen mit Quellenangaben präzis und kommt zum Schluss, dass die Analysen die Schuld Russlands nicht bestätigen könne – mehr nicht.

Navalny - 2020

Bezüglich Navalny schreibt Kohler folgendes:

 „Im Fall Nawalny im Jahr 2020 behauptete er, es handele sich um einen mafiösen Akt, obwohl die Verwendung von Nowitschok durch unabhängige Zertifizierungslabors der OPCW nachgewiesen und die Beteiligung von FSB-Agenten bewiesen wurde.“
Kohler, December 30, 2025

Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Der Fall Nawalny» in Ziffer 7.1. was folgt:

„Die Analyse des Falls Nawalny zeigt, dass in jeder Phase des Verfahrens aus dem Spektrum der möglichen Erklärungen systematisch diejenigen ausgewählt wurden, die in das Narrativ einer Vergiftung mit Nowitschok passten und somit von Wladimir Putin in Auftrag gegeben worden sein mussten. Die Tatsache, dass die Symptome von Skripal und Nawalny völlig unterschiedlich waren, dass keiner von beiden Symptome einer Vergiftung durch Nervengift aufwies, dass keiner von beiden die mit einer Vergiftung durch Nowitschok verbundenen Langzeitfolgen zeigte oder dass Nowitschok auch von westlichen Ländern hergestellt wurde, hat weder die Medien noch die Politik zur Vorsicht veranlasst.

Im Gegenteil, allein auf der Grundlage des telefonischen „Geständnisses” eines Agenten, dessen Identität und Status niemand überprüfen konnte, und geheimer Militärberichte wird eine Außenpolitik gestaltet und werden Maßnahmen mit ungewissen Folgen ergriffen."

„Da die Berichte der deutschen, französischen und schwedischen Labore sowie der OPCW als geheim eingestuft sind, kennen wir ihren Inhalt nicht. Es ist jedoch anzunehmen, dass ihre Schlussfolgerungen, hätten sie eindeutig das Vorhandensein von Nowitschok bestätigt, detaillierter veröffentlicht worden wären.“

Verleumdung 3 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt

Baud verwandte den Ausdruck «mafiös» so wie von Kohler behauptet, nie. In seiner ausführlichen Analyse kommt Baud lediglich zum Schluss, dass die deutschen, französischen und schwedischen Labors das «gewünschte» Ergebnis nicht verifizieren konnten. Die Behauptung Kohlers, Nowitschok und die Beteilung des FSB sei nachgewiesen sind falsch.

Osama bin Laden - 2001

Bezüglich Osama bin Laden schreibt Kohler folgendes:

„Zu den historischen Ereignissen: Baud behauptete, Osama bin Laden habe nichts mit dem 11. September zu tun gehabt.”
Kohler, December 30, 2025

Jacques Baud schrieb in seinem Buch Gouverner par les Fake News – Ziffer 5.4.) was folgt:

Im Juni 2006 bestätigte Rex Tomb, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des FBI:

Der Grund, warum „9/11“ nicht auf dem Fahndungsplakat von Osama bin Laden erwähnt wird, ist, dass das FBI keine Beweise hat, die Bin Laden mit „9/11“ in Verbindung bringen[iii] .

Verleumdung 4: Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt

In keiner Textpassage seiner Bücher hat Jacques Baud je behauptet, dass Osame bin Laden nichts mit dem 11. September zu tun hatte; er analysierte lediglich westliche Quellen und schloss, dass man über die Entstehung von 9/11 nicht viel wisse.

Ursache-Wirkungs-Beziehung Ukraine Konflikt - 2021

Bezüglich Ukraine Konflikt 2021 schreibt Kohler folgendes:

„Er kehrt die Ursache-Wirkungs-Beziehung hinsichtlich der Invasion der Ukraine um. Er behauptet, dass die Ukraine Russland provoziert habe, indem sie 2022 den Donbass zurückerobern wollte. Zur Untermauerung seiner Behauptungen zitiert er eine Erklärung von Selenskyjs Berater Arestowitsch aus dem Jahr 2019, die jedoch eine analytische Warnung vor einer möglichen russischen Invasion darstellte, also eine sicherheitspolitische Prognose, die sich später auf tragische Weise bewahrheitet hat.“
Kohler, December 30, 2025

Jacques Baud schrieb in seinem Buch Ukraine zwischen Krieg und Frieden – Ziffer 3.1 was folgt:

"Der Beitritt der Ukraine zur NATO ist daher nur möglich, wenn Russland nicht in der Lage ist, sie zu bedrohen. Russland muss also eine vernichtende Niederlage erleiden, die seine Wirtschaft zerstört, eine Revolution und einen Regimewechsel auslöst oder sogar zur Aufteilung Russlands in kleinere Einheiten führt. Genau das erklärt Arestowitsch: „Unser Preis für den NATO-Beitritt ist ein Krieg gegen Russland und dessen Niederlage.“ Er nennt sogar das voraussichtliche Datum dieses Krieges: „2021 oder 2022“[iv] !"

Verleumdung 5: Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt

Jacques Baud hat nie die Ursache-Wirkungs-Beziehung hinsichtlich der Invasion der Ukraine umgekehrt. Er zitiert lediglich aus einem Interview mit Olekseï Arestowitsch und erläutert dessen Überlegungen.

Fazit

Es ist einigermaßen erstaunlich, dass ein Berufsoffizier der Schweizer Armee, der zudem für die Ausbildung zuständig ist, ein solch leicht zu widerlegendes Pamphlet bzw. eine Hassschrift gegen einen ehemaligen Kollegen verfasst und somit einem durch Sanktionen geschwächten Kollegen das Messer in den Rücken rammt. Die Frage, ob er dies im Auftrag eines Vorgesetzten getan hat, blieb bisher unbeantwortet.

Dieses Pamphlet zeichnet sich nicht nur durch Bosheit, sondern auch durch eine kaum nachvollziehbare Stümperhaftigkeit aus. Man kann nur hoffen, dass Jacques Baud diesen primitiven und justiziablen Angriff nicht auf sich sitzen lässt, sondern diese Person, die es nicht verdient, eine Offiziersuniform zu tragen, zur Verantwortung zieht. Es wird sich zeigen, wie lange die Vorgesetzten dieser Person die Stange halten werden. Ein wegen Verleumdung verurteilter Ausbildungsoffizier wäre eine Premiere für die Schweizer Armee. 



[i] Ron Synovitz, „Name Your Poison: Exotic Toxins Fell Kremlin Foes”, Radio Free Europe/Radio Liberty, 18. September 2018

[ii] „Mann, der in Maltings in Salisbury schwer krank aufgefunden wurde, ist der ehemalige russische Spion Sergei Skripal“, www.salisburyjournal.co.uk, 5. März 2018.

[iii] http://www.historycommons.org/entity.jsp?entity=rex_tomb_1

[iv] „Predicted Russian – Ukrainian war in 2019 – Alexey Arestovich”, YouTube, 18. März 2022 (https://youtu.be/1xNHmHpERH8)



[i]. Carole Landry, „The Horror in Bucha“, The New York Times, 4. April 2022 (https://www.nytimes.com/2022/04/04/briefing/russia-ukraine-war-briefing-bucha-warcrimes.html)

[ii]. https://t.me/rybar/30599

[iii]. „Pentagon can’t independently confirm atrocities in Ukraine’s Bucha, official says”, Reuters, 4. April 2022 (https://www.reuters.com/world/pentagon-cant-independently-confirm-atrocities-ukraines-bucha-official-says-2022-04-04/?taid=624b43bd3225ef0001288ec4)

[iv]. https://en.wikipedia.org/wiki/Illia_Kyva

[v]. https://t.me/intelslava/24353

[vi]. Jacopo Arbarello, „Guerra in Ucraina, la questione dei collaborazionisti filorussi” (Krieg in der Ukraine, die Frage der pro-russischen Kollaborateure), Sky TG24, 7. Juni 2022 (https://tg24.sky.it/mondo/2022/06/06/guerra-russia-ucraina-filorussi)


[i]. https://t.me/vityzeva/52988.        

[ii]. „Bucha liberated from Russian invaders – mayor”, ukrinform.net, 1. April 2022 (https://www.ukrinform.net/rubric-ato/3445989-bucha-liberated-from-russian-invaders-mayor.html).         

[iii]. Violetta Orlova, „Мер Бучі підтвердив звільнення міста від російських військ”, Unian, 1. April 2022 (https://www.unian.ua/war/bucha-novini-mer-buchi-zayavlyaye-pro-zvilnennya-mista-vid-okupantiv-novini-vtorgnennya-rosiji-v-ukrajinu-11769010.html).      

[iv]„Буча после ухода русских военныхQ”, Kedrov Talks/YouTube, 2. April 2022 (https://youtu.be/72TZbAeKPSE).     

[v]. Violetta Orlova, „У звільненій Бучі розпочали зачистку території від диверсантів та російських пособників”, Unian, 2. April 2022 (https://www.unian.ua/war/bucha-u-zvilnenomu-misti-rozpochali-zachistku-teritoriji-vid-diversantiv-ta-rosiyskih-posobnikiv-novini-kiyeva-11770498.html).            

[vi]. https://youtu.be/Z7yIyNBMpQY.

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