Causa Jacques Baud – Bern protestiert bei der EU!

Causa Jacques Baud – Bern protestiert bei der EU!

Nach langem Warten – und wohl unter Druck von vielen aufrechten Menschen – protestiert die offizielle Schweiz in Brüssel. Ein erster Lichtblick, aber erst das Ende des Beginns.
So. 11 Jan 2026 22

Protest

Gestern Abend erreichte uns die Nachricht, dass das Eidgenössische Departement des Äusseren (EDA) 26 Tage nach der Sanktionierung von Jacques Baud durch die EU offiziell in Brüssel protestiert hat, weil den gegen Jacques Baud verhängten Sanktionen kein ordentliches Verfahren vorangegangen und die Meinungsfreiheit nicht respektiert worden sei.

Diese Reaktion Berns auf ein rechtloses Vorgehen gegen einen Schweizer Bürger kommt reichlich spät. Wir erinnern uns an das blöde Grinsen von Bundesrat Jans, auf die verleumderischen Aussagen von Jans’ Mitarbeiter Schinzel auf X und auf die richtiggehende Verleumdungskampagne von Oberstleutnant Kohler gegen Baud, die er – konfrontiert mit unserer juristischen Analyse und dem Nachweis der Verleumdung – auf Nachfrage als «Fallstudie über kognitive Kriegsführung“ bezeichnete und „persönliche Vorwürfe“ als unbegründet zurückwies. Unser Beitrag dazu "Pascal Kohler – der Herold von Kaja Kallas"

Kein «due process»

Jenes Departement, das unter der Führung von Bundesrat Ignazio Cassis die automatische Übernahme von EU-Recht und EU-Entscheiden propagiert, scheint jetzt zu merken, dass «due process» in der EU Geschichte ist. Entgegen Art. 11 ihrer eigenen Charta ist die EU dazu übergangen, Bürger aller Länder ohne begangenes Delikt zu bestrafen, zu entrechten und zu enteignen wie dies letztmals in Nazi-Deutschland geschehen ist (siehe unsere Analyse: «EU sanktioniert deutsche Journalisten» vom Mai 2025). Die betroffenen Dutzende von Menschen erhielten nie das Recht, sich zu verteidigen oder angehört zu werden. Diese Ausschaltung von Andersdenkenden wird denn auch nicht etwa von einem Gericht, sondern vom «Rat der Europäischen Union», dem politischen Arm der EU, verfügt. Dem Rat, in welchem sich nicht demokratisch gewählte Apparatschiks ein gutes Leben gönnen, steht die nicht demokratisch gewählte Kaja Kallas vor. Wir sind zurück im Mittelalter.

Druck von vielen bringt erstes Ergebnis

Die anfängliche Passivität der Damen und Herren in Bern lässt darauf schliessen, dass die jetzige positive Kursänderung nicht das Ergebnis von eigenen Abwägungen war, sondern dem internationalen Druck, der sich in den vergangenen Tagen aufgebaut hat, zu verdanken ist. Wir haben diese Haltung in unserem Artikel «Jacques Baud wird sanktioniert – und die Schweiz schaut zu» bereits am 18. Dezember schärfstens kritisiert und wir waren gar nicht alleine.

Der Druck kam nicht nur aus der Schweiz. Zahllose alternative Medien weltweit standen für Jacques Baud auf. In Deutschland möchte ich, statt vieler, die Nachdenkseiten erwähnen, deren Florian Warweg das Vorgehen der Bundesregierung bereits am 19. Dezember anlässlich einer Bundespressekonferenz in Frage stellte. Die lapidare Antwort des Pressesprechers war, dass dies geschehe, wenn man Desinformation verbreite und dies werde auch zukünftig geschehen – soviel zur Haltung der deutschen Bundesregierung.

«Bis hierher und nicht weiter»

Viel Mut hat Patrik Baab aufgebracht, der auch für uns schreibt. Er startete die Petition «Bis hierher und nicht weiter», bei welcher wir als Erstunterzeichner fungieren und welche immer noch läuft: Mein Aufruf:

Bitte unterzeichnen – Link hier!

Der – noch – in Deutschland lebende Patrik Baab riskiert für Jacques Baud politische Verfolgung und gar Verhaftung in seiner eigenen Heimat – Hut ab!

Auch in der Schweiz haben sich vor allem alternative Medien beispiellos ausgetauscht und gegenseitig unterstützt. Eine Aktion von Vital Burger, welcher sich seit Jahrzehnten für Freiheit einsetzt, ist jetzt am Anlaufen. Vital hat einen Button – «Nous sommes Jacques» fabriziert, den man ab sofort unter button@noussommesjacques.ch für CHF 5..- bestellen kann.

Button - "Nous sommes Jacques" - zu bestellen unter: button@noussommesjacques.ch

Die Zusammenarbeit ist grossartig und sollte auch so bleiben – es geht nicht um das Ego der einzelnen Publizisten, sondern nur um Jacques Baud.

Die Weltwoche, welche sich am Anfang der Kampagne den Anschein gab, mitzuziehen und deren Redaktor Rafael Lutz einen grossartigen Artikel zu Pascal Kohler verfasste «Ein «Surflehrer» wird zum Scharfmacher», machte letzte Woche eine Kehrtwende. Roger Köppel weigerte sich, unseren Artikel «Pascal Kohler – der Herold von Kaja Kallas» online zu stellen und uns Rafaels Artikel zur Verfügung zu stellen. Seine Begründung:

«Die Weltwoche ist ein unabhängiges Medienunternehmen, und diese Unabhängigkeit ist wichtig. Darum geht’s. Es gibt doch kein Menschenrecht auf Nachdruck von Weltwoche-Artikeln.»
Roger Köppel, 8. Januar 2026

Roger Köppel hilft Jacques Baud, aber nur, wenn man seine Zeitung kauft. Es ist zu hoffen, dass Roger Köppel in diesem Kampf seine Einstellung ändert – es geht nur und ausschliesslich um Jacques Baud und für einmal nicht ums Geschäft.

Am meisten freute mich persönlich die Bereitschaft amerikanischer Kollegen, sich voll und ganz hinter Jacques Baud zu stellen. Jacques Baud fand auch in den USA riesige Unterstützung. Statt vieler erwähne ich hier Judge Napolitano und Scott Ritter. Judge Napolitano, den ich persönlich sehr gut kenne, ein richtiger Freund, interviewte Jacques Baud auf seinem grossartigen Kanal «Judging Freedom». Um die Wortwahl von Judge Napolitano zu benutzen: «Bravissimo!»

Scott Ritter, ein enger Freund von mir und Autor bei uns, legte sich für Jacques Baud – wie es sich für einen Marine gehört – voll ins Zeug. Er publizierte nicht nur einen bissigen Artikel bei uns, «Straf mich, du Miststück!», eine sehr spezielle Liebeserklärung an Kaja Kallas, sondern brachte Jacques Baud in zahllosen Interviews auf und verteidigte ihn, unter anderem auch bei Judge Napolitano.

Vielleicht das Ende des Anfangs

Noch ist Jacques Baud nicht gerettet – wir sind noch sehr weit davon entfernt. Zwar ist die offizielle Schweiz aus dem Tiefschlaf erwacht, aber Jacques Baud sitzt noch immer in seiner Wohnung in Brüssel fest, ohne Geld, ohne Recht und ist auf Essensunterstützung seiner Nachbarn angewiesen, die ihn buchstäblich vor dem Verhungern bewahren – wir sprechen hier nicht von Sachsenhausen 1943, sondern von Brüssel 2026!

Winston Churchills Bonmot nach dem ersten militärischen Erfolg der Briten gegen die Wehrmacht in Afrika 1942 soll allen Unterstützern vor Augen führen, dass wir noch nicht weit gekommen sind:

“Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.”
Winston Churchill, 1942
"Das ist noch nicht das Ende. Es ist nicht einmal der Anfang des Endes. Aber vielleicht ist es das Ende des Anfangs."
Winston Churchill, 1942
22 Kommentare zu
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